Haarausfall durch Stress – so können Sie Ihren Haaren helfen

Haarausfall durch Stress

Ständige Erreichbarkeit, Überstunden, Sport und ein voller Terminkalender – Stress ist für viele ein ständiger Begleiter. Andauernder Stress kann sich dabei negativ auf unsere Gesundheit auswirken – und auch der Kopfhaut und den Haaren zusetzen. Dass Stress zu grauen Haaren führen kann, ist bekannt1, 2. Stress kann aber auch das Haarwachstum negativ beeinflussen und Haarausfall auslösen3.

In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Zusammenhänge zwischen Haarausfall und Stress und wie Sie stressbedingtem Haarverlust entgegenwirken können.

Was passiert im Körper bei Stress?

Stress ist ein Gefühl, dass wir alle schon einmal erlebt haben, z. B. wenn wir besonderen Herausforderungen begegnen, oder uns überfordert fühlen. Stress ist aber auch eine echte physische Reaktion unseres Körpers auf bestimmte Situationen.

Evolutionär gesehen, ist Stress ein Mechanismus, der das Überleben der Menschheit gesichert hat. In gefährlichen Situationen konnte der Körper schnell auf Kampf oder Flucht umschalten, indem über die Nebennieren Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet wurden.  

In unserer modernen Zeit erleben wir allerdings nur noch selten Situationen, auf die unser Körper mit diesem evolutionären Reaktionsmuster antwortet. Stattdessen werden die Stress-Hormone entweder häufiger oder über einen längeren Zeitraum ausgeschüttet. Der Stress wird chronisch und kann sich negativ auf unseren Körper auswirken – besonders auf das Herz-Kreislaufsystem und Nervensystem, aber auch auf die Kopfhaut und Haarwurzeln.

Warum begünstigt Stress Haarausfall?

Der Körper reagiert auf dauerhafte Hochleistungsphasen, indem er Stress-Hormone ausschüttet. Diese drosseln z.B. das Hungergefühl und steuern den Energiehaushalt des Körpers so um, dass für die zu erbringende Leistung genügend Kapazitäten bereitstehen. Für den Anfang die richtige Reaktion des Körpers, doch auf Dauer wirkt sie eher negativ.

Alle anderen Funktionen, die für den Moment nicht überlebenswichtig sind, auch die natürliche Regeneration, werden auf das absolut notwendige Minimum zurückgefahren; unter anderem auch die Regenerationsfähigkeit der Haarwurzeln.

Die Initialzündung geht vom Botenstoff CRH (Corticotropin-releasing) aus, welche eine verstärkte Ausschüttung von Cortisol verursacht. Wissenschaftler konnten beobachten, dass diese Stresshormone zu einem Energiemangel führen, der sich negativ auf das Haarwachstum auswirkt3.

Die Folgen sind:

  • Die Wachstumsphase der Haarwurzel wird deutlich verkürzt
  • Der Anteil der Haare in der sogenannten Ruhephase (telogene Phase) vergrößert sich
  • Haarausfall wird beschleunigt
Verkürzte Wachstums-Phasen des Haars

Häufige Ursachen für Stress

In einer repräsentativen Umfrage der Techniker Krankenkasse4 aus dem Jahr 2016 wurden die größten Stressfaktoren der Deutschen untersucht. Männer sind am häufigsten gestresst von:

  • Der Arbeit
  • Hohen Ansprüchen an sich selbst
  • Ständig erreichbar sein zu müssen

Das Empfinden von Stress ist dabei sehr subjektiv – was den Einen stresst, kann für den Anderen völlig unerheblich sein. Wichtig ist daher, seine persönlichen Stressauslöser zu identifizieren, um anschließend aktiv dagegen vorgehen zu können.

Wirkt sich der anhaltende Stress obendrein auf die Haarwurzeln aus, wird das Haar dünner und resultiert in vorzeitigem Haarausfall, löst diese Situation bei vielen Betroffenen zusätzlichen Stress aus. Daher gilt es die Ursachen des Stresses zu bekämpfen und das Haarwachstum zu fördern.

Stress bekämpfen und Haarwachstum fördern

Das beste Mittel um stressbedingtem Haarausfall entgegenzuwirken, ist den Stress zu minimieren. Entweder können die Stressauslöser vermieden werden – was gerade bei äußeren Stress-Faktoren wie der Arbeit nicht leicht sein dürfte – oder es muss ein Gegengewicht zu den Stressoren gefunden werden.

Rückhalt und Entspannung können bspw. das soziale Umfeld, Familie und Freunde, ein Hobby als Ausgleich, Sport oder einfach nur ein bisschen Ruhe und Faulenzen bieten – was immer Ihnen dabei hilft, Stress abzubauen.

Dem stressbedingten Haarausfall kann zusätzlich mit der richtigen Haarpflege begegnet werden.

Coffein gegen Haarausfall durch Stress

Verlängerte Wachstums-Phasen des Haars

Für die Alpecin-Forschung ist chronischer Stress ein bekanntes Problem, das in Zusammenhang mit Haarausfall häufig vorkommt. Eine in vitro-Studie aus dem Jahr 2020 konnte belegen, dass sich Coffein positiv auf das Haarwachstum bei CRH-induziertem Stressauswirkt3.

Die tägliche Haarwäsche mit einem Coffein-Shampoo fördert effektiv das Haarwachstum und verlängert zusätzlich die Wachstumsphasen des Haares. Nach einer Einwirkzeit von zwei Minuten dringt das Coffein bis an die Haarwurzel und bildet dort ein Coffein-Depot, das 24 Stunden direkt an der Haarwurzel wirken kann.

Coffein-Liquids, die wie ein Haarwasser direkt auf der Kopfhaut aufgetragen werden und dort verbleiben, sind eine ideale Ergänzung, falls Sie Ihre Haare nicht täglich waschen oder die Coffein-Wirkung intensivieren möchten. Die Haarwurzeln werden so optimal mit Wachstumsenergie versorgt.

Die Alpecin-Produktempfehlung bei stressbedingtem Haarausfall

Quellen:

1 Zhang B, Ma S, Rachmin I, He M, Baral P, Choi S, et al. Hyperactivation of sympathetic nerves drives depletion of melanocyte stem cells. Nature. 2020;577(7792):676-81.

2 Clark SA, Deppmann CD. How the stress of fight or flight turns hair white. Nature. 2020;577(7792):623-4.

3 T.W. Fischer et al, „Neue Effekte von Coffein auf CRH-induzierten Stress entlang der intrafollikulären klassischen HPA-Achse und die neurogene non-HPA-Achse in männlichen, androgenetischen, menschlichen Haarfollikeln der Kopfhaut ex vivo“, 2020; https://www.alpecin.com/de-de/forschung/studien/neue-effekte-von-coffein-auf-crh-induzierten-stress

4 „Entspann dich Deutschland“, TK-Stressstudie, 2016;  https://www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/tk-stressstudie-2016-wie-gestresst-ist-deutschland-2041952